Véronique Queffélec ist eine französische Lobbyistin und Beraterin für Public Affairs, die vor allem durch ihre Arbeit mit dem Pariser Beratungsunternehmen EuroMédiations bekannt ist. Ihr berufliches Profil bewegt sich an der Schnittstelle von Politik, Wirtschaft, institutionellen Beziehungen und Interessenvertretung. Im französischen Transparenzregister wird Queffélec als Präsidentin von EuroMédiations SAS sowie als Person geführt, die selbst Aufgaben der Interessenvertretung übernimmt. Ihr Name tauchte darüber hinaus in französischen Medien im Zusammenhang mit politischen Netzwerken, datenbasierter Meinungsanalyse und ihrer Familie auf.
Kurzprofil von Véronique Queffélec
| Merkmal | Information |
|---|---|
| Name | Véronique Queffélec |
| Beruf | Lobbyistin, Public-Affairs- und Strategie-Beraterin |
| Unternehmen | EuroMédiations SAS |
| Position | Präsidentin |
| Standort | Paris, Frankreich |
| Arbeitsfelder | Lobbying, institutionelle Beziehungen, politische und regulatorische Analyse |
| Branchen laut Transparenzregister | Gesundheit, Umwelt, Energie, Verteidigung und Sicherheit, Landwirtschaft sowie internationale Zusammenarbeit |
| Familienbezug | Mutter der Schriftstellerin und Regisseurin Amanda Sthers |
Die Angaben zu ihrer heutigen Funktion und den Tätigkeitsfeldern von EuroMédiations werden im Register der französischen Haute Autorité pour la transparence de la vie publique (HATVP) geführt.
Wer ist Véronique Queffélec?
Véronique Queffélec arbeitet seit vielen Jahren im Bereich der politischen und institutionellen Interessenvertretung. Der französische Branchenverband Association Française des Conseils en Lobbying et Affaires Publiques (AFCL) führt sie als Mitglied für EuroMédiations.
Der Verband beschreibt die Tätigkeit des Unternehmens mit Lobbying, institutionellen Beziehungen, nationaler und europäischer Gesetzes- und Regulierungsbeobachtung sowie der Analyse des politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umfelds von Unternehmen und Branchen.
Damit unterscheidet sich ihre Arbeit von klassischer Unternehmenskommunikation. Public Affairs beschäftigt sich vor allem damit, wie Unternehmen, Verbände und andere Organisationen auf politische Entscheidungen, neue Gesetze und regulatorische Veränderungen reagieren und ihre Position gegenüber staatlichen Institutionen vertreten.
EuroMédiations als zentraler Teil ihrer Karriere
EuroMédiations wurde 1995 gegründet. Unternehmensdaten weisen den Sitz in der Rue du Faubourg Saint-Honoré in Paris aus. Als Tätigkeit ist Unternehmens- und Managementberatung eingetragen; Véronique Queffélec wird als Führungsperson genannt.
Auch die AFCL nennt 1995 als Gründungsjahr und ordnet das Unternehmen eindeutig dem Bereich Lobbying und Public Affairs zu. Zu den Tätigkeitsfeldern gehören unter anderem Unternehmen aus Finanzwirtschaft, Presse, Umwelt, Pharmaindustrie, Lebensmittelwirtschaft und Hochtechnologie sowie Verbände und Berufsorganisationen.
Welche Themen vertritt EuroMédiations heute?
Das französische HATVP-Register liefert einen besonders konkreten Einblick. Für EuroMédiations sind auf nationaler Ebene unter anderem folgende Tätigkeitsbereiche registriert:
- Gesundheit
- Umwelt
- Energie
- Verteidigung und Sicherheit
- Landwirtschaft und Lebensmittelwirtschaft
- internationale Zusammenarbeit
Im Register werden außerdem aktuelle und frühere Mandanten des Unternehmens aufgeführt. Dazu gehören beziehungsweise gehörten Organisationen und Unternehmen aus dem Gesundheits- und Industriesektor. Die Einträge zeigen, dass EuroMédiations seine Interessenvertretung weiterhin offiziell meldet. Für das Jahr 2025 sind beispielsweise zwei Aktivitätsmeldungen im Register verzeichnet.
Véronique Queffélec und das französische Lobbying
In Frankreich unterliegt professionelle Interessenvertretung heute deutlich stärkeren Transparenzanforderungen als noch zu Beginn von Queffélecs Karriere. Organisationen, die bestimmte Formen politischer Interessenvertretung betreiben, müssen ihre Aktivitäten gegenüber der HATVP deklarieren.
EuroMédiations ist dort seit dem 12. Dezember 2017 registriert. Véronique Queffélec wird sowohl als Präsidentin des Unternehmens als auch als für Interessenvertretung zuständige Person genannt.
Ihre Einbindung in die französische Lobbying-Branche reicht jedoch weiter zurück. Bereits eine Veröffentlichung aus dem Jahr 2009, die die Mitglieder der AFCL aufführte, nannte Véronique Queffélec in Verbindung mit EuroMédiations.
Das spricht für eine lange berufliche Kontinuität in einem Bereich, der in Frankreich inzwischen stärker institutionell geregelt und dokumentiert wird.
Ausbildung und institutionelle Erfahrung
Queffélecs eigenes Berufsprofil nennt eine Verbindung zur Université Panthéon-Sorbonne sowie zum Institut des hautes études de défense nationale (IHEDN). Für die Jahre 1991 bis 1992 nennt sie dort eine Ausbildung beziehungsweise Tätigkeit im Umfeld des IHEDN.
In ihrem Profil beschreibt sie zudem eine sechsjährige ehrenamtliche Tätigkeit von 1993 bis 1999 als Verteidigungsberaterin beim zuständigen hohen Verteidigungsbeamten des französischen Umweltministeriums. Da diese Angaben aus ihrem eigenen beruflichen Profil stammen, sollten sie als Selbstauskunft verstanden werden.
Ein Dokument der französischen Nationalversammlung belegt außerdem, dass eine Véronique Queffélec als Verantwortliche für institutionelle Beziehungen des französischen Ärzteordens an einer parlamentarischen Anhörung beteiligt war.
Politische Analyse und die Filteris-Debatte 2017
Einer der öffentlich bekannteren Abschnitte ihrer Karriere war ihre Verbindung mit dem kanadischen Analyseunternehmen Filteris während des französischen Präsidentschaftswahlkampfs 2017.
Filteris versuchte damals, politische Kräfteverhältnisse anhand großer Mengen von Daten aus dem Internet und sozialen Netzwerken zu analysieren. Queffélec und EuroMédiations veröffentlichten dazu eigene Auswertungen und beschrieben die Methode als Alternative zu traditionellen Meinungsumfragen.
Die Methode und insbesondere ihre politische Aussagekraft wurden kritisch diskutiert. Le Monde bezeichnete Queffélec in diesem Zusammenhang als erfahrene Lobbyistin und berichtete über die Unterstützung, die EuroMédiations Filteris bei seiner öffentlichen Positionierung gab.
Auch der Parlamentsfernsehsender LCP beschäftigte sich mit möglichen politischen Verbindungen rund um Filteris. Queffélec erklärte gegenüber LCP, sie habe auf Änderungen in der öffentlichen Darstellung des Unternehmens bestanden, nachdem Fragen zu möglichen Näheverhältnissen zu politischen Akteuren aufgekommen waren.
Die Episode ist für ihr Profil relevant, weil sie zeigt, dass ihre Arbeit nicht nur klassische Lobbying-Mandate umfasst, sondern auch strategische Kommunikation und politische Analyse.
Publikationen zu Politik und internationalen Themen
Queffélec hat sich außerdem mit geopolitischen und wirtschaftspolitischen Themen beschäftigt. Ihr berufliches Profil nennt mehrere Beiträge, die ursprünglich beim französischen Wirtschaftsmedium Les Echos beziehungsweise dessen Autorenplattform erschienen.
Darunter finden sich Beiträge über:
- die politische Entwicklung Indiens,
- die Bedeutung von Lobbying bei Geschäften in Indien,
- die Abgrenzung von Lobbying und Einflussdelikten,
- Charlie Hebdo und Meinungsfreiheit,
- Sri Lanka und geopolitische Fragen.
Ihr besonderer Schwerpunkt auf Indien wird auch in mehreren beruflichen Angaben sichtbar.
Wichtige Stationen im Überblick
| Jahr | Station |
|---|---|
| 1991–1992 | Von Queffélec angegebene Verbindung zum IHEDN und zur Panthéon-Sorbonne |
| 1993–1999 | Von ihr angegebene ehrenamtliche Tätigkeit im Umfeld des französischen Umweltministeriums |
| 1995 | Gründung von EuroMédiations |
| 2009 | Als Mitglied der französischen Lobbying-Vereinigung AFCL dokumentiert |
| 2011–2015 | Beiträge zu Lobbying, Indien und internationalen politischen Fragen |
| 2017 | Zusammenarbeit mit Filteris wird während der französischen Präsidentschaftswahl medial diskutiert |
| 2017 | EuroMédiations wird im HATVP-Register für Interessenvertreter eingetragen |
| 2025 | HATVP verzeichnet weiterhin gemeldete Interessenvertretungsaktivitäten von EuroMédiations |
Véronique Queffélec und Amanda Sthers
Außerhalb ihrer beruflichen Tätigkeit erscheint Véronique Queffélecs Name gelegentlich im Zusammenhang mit ihrer Tochter Amanda Sthers.
Sthers ist eine französische Schriftstellerin, Drehbuchautorin und Regisseurin. Le Monde bezeichnete Véronique Queffélec 2017 ausdrücklich als ihre Mutter. Durch die frühere Ehe von Amanda Sthers mit dem Sänger und Schauspieler Patrick Bruel war Queffélec zeitweise auch dessen Schwiegermutter.
Dieser Familienbezug erklärt einen Teil der medialen Erwähnungen ihres Namens, ist aber nicht der Kern ihrer eigenen öffentlichen Tätigkeit. Ihre berufliche Laufbahn ist vor allem mit Public Affairs, Lobbying und EuroMédiations verbunden.
Häufig gestellte Fragen zu Véronique Queffélec
Wer ist Véronique Queffélec?
Véronique Queffélec ist eine französische Lobbyistin und Public-Affairs-Beraterin. Sie ist Präsidentin des in Paris ansässigen Beratungsunternehmens EuroMédiations SAS.
Was macht Véronique Queffélec beruflich?
Ihr Schwerpunkt liegt auf Interessenvertretung, institutionellen Beziehungen und strategischer Beratung. EuroMédiations arbeitet unter anderem in den Bereichen Gesundheit, Umwelt, Energie, Verteidigung, Landwirtschaft und internationale Zusammenarbeit.
Was ist EuroMédiations?
EuroMédiations ist ein 1995 gegründetes französisches Beratungsunternehmen für Lobbying, Public Affairs sowie politische und regulatorische Analyse. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Paris.
Ist Véronique Queffélec offiziell als Lobbyistin registriert?
Ja. Das französische Transparenzregister der HATVP führt EuroMédiations als Beratungsunternehmen für Interessenvertretung und nennt Véronique Queffélec sowohl als Präsidentin als auch als Interessenvertreterin.
Welche Verbindung hat Véronique Queffélec zu Amanda Sthers?
Véronique Queffélec ist die Mutter der französischen Schriftstellerin und Regisseurin Amanda Sthers. Dieser Zusammenhang wurde unter anderem von Le Monde dokumentiert.
Welche Rolle spielte Véronique Queffélec bei Filteris?
Während des französischen Präsidentschaftswahlkampfs 2017 arbeitete EuroMédiations mit Filteris zusammen, einem Unternehmen, das politische Stimmungen mithilfe von Internet- und Social-Media-Daten analysieren wollte. Die Zusammenarbeit wurde damals von französischen Medien kritisch untersucht.
Fazit
Véronique Queffélec gehört seit vielen Jahren zur französischen Public-Affairs- und Lobbying-Branche. Im Mittelpunkt ihrer Karriere steht EuroMédiations, ein 1995 gegründetes Beratungsunternehmen, das Unternehmen und Organisationen bei institutionellen, politischen und regulatorischen Fragen begleitet. Ihre Registrierung im offiziellen französischen Transparenzregister und ihre langjährige Mitgliedschaft in der AFCL machen ihre berufliche Rolle klar nachvollziehbar. Bekanntheit außerhalb der Branche erhielt sie vor allem durch die Filteris-Debatte im Präsidentschaftswahlkampf 2017 sowie durch ihre Verbindung zu ihrer Tochter Amanda Sthers.
siehe auch : Véronique Jacquier: Karriere, CNEWS, Bücher und journalistisches Profil
