Julia Tewaag ist die Tochter der Schauspielerin Uschi Glas und von Bernd Tewaag. Ihr eigener beruflicher Weg führte sie nach London, an Münchner Hochschulen und in die Gesundheitsbranche. Unter dem Namen Julia Frank-Tewaag veröffentlichte sie wissenschaftliche Arbeiten über die Versorgung von Menschen mit Herzerkrankungen. 2024 schloss sie ihre Promotion an der Ludwig-Maximilians-Universität München ab. Ihre Biografie verbindet damit eine bekannte Familie mit einer eigenständigen akademischen Laufbahn. Was hat sie studiert, womit beschäftigt sich ihre Forschung und welche Stationen prägten ihren Werdegang? Ein Porträt über Ausbildung, Beruf und Familie.
| Merkmal | Angaben |
|---|---|
| Name | Julia Tewaag, später Julia Frank-Tewaag |
| Eltern | Uschi Glas und Bernd Tewaag |
| Geschwister | Ben und Alexander Tewaag |
| Ausbildung | Biology and Business Management; Health Policy, Planning and Financing |
| Studienorte | Queen Mary University of London, London School of Hygiene and Tropical Medicine sowie London School of Economics and Political Science |
| Wissenschaftliche Tätigkeit | August 2017 bis September 2020 am Fachbereich Health Services Management der LMU |
| Promotion | LMU München, mündliche Prüfung am 23. April 2024 |
| Forschungsgebiet | Gesundheitsversorgung und regionale Unterschiede bei der Behandlung koronarer Herzkrankheit |
| Ehemann | Tobias Frank; Hochzeit 2016 |
Eine bekannte Familie und frühe eigene Entscheidungen
Julia ist das jüngste der drei gemeinsamen Kinder von Uschi Glas und Bernd Tewaag. Ihre Brüder heißen Ben und Alexander. Durch ihre Mutter gehörten Fotografen und gesellschaftliche Veranstaltungen früh zu ihrem Umfeld.
Ein Bericht der Abendzeitung aus dem Jahr 2016 beschreibt gelegentliche Modeltätigkeiten und Veranstaltungsbesuche. Zugleich zeichnet er einen Ausbildungsweg, der früh ins Ausland führte: Mit 19 Jahren zog Julia nach London und begann dort ihr Studium.
Diese Entscheidung ist ein zentraler Punkt ihrer Biografie. Während ihr Familienname vor allem mit Film und Fernsehen verbunden wird, entwickelte sie ihre beruflichen Interessen an der Schnittstelle von Naturwissenschaft, Wirtschaft und Gesundheitspolitik.
Studium in London: Biologie trifft Gesundheitspolitik
Das ehemalige Mitarbeiterprofil der LMU nennt zunächst das Studium Biology and Business Management an der Queen Mary University of London. Diese Verbindung bringt naturwissenschaftliche Inhalte mit wirtschaftlichen Fragestellungen zusammen.
Anschließend studierte Julia Tewaag Health Policy, Planning and Financing an der London School of Hygiene and Tropical Medicine und der London School of Economics and Political Science. Damit verlagerte sich ihr Schwerpunkt auf die Organisation und Finanzierung von Gesundheitssystemen.
Die Kombination erklärt die Richtung ihrer späteren Laufbahn: Medizinische Leistungen lassen sich sowohl unter wissenschaftlichen als auch unter organisatorischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten untersuchen. Genau an dieser Schnittstelle liegen ihre dokumentierten beruflichen und akademischen Stationen.
Beruflicher Einstieg in die Bewertung medizinischer Leistungen
Nach dem Studium arbeitete Julia Frank-Tewaag mehrere Jahre im Bereich Health Technology Assessment, kurz HTA. Ihr Hochschulprofil nennt als Schwerpunkt die frühe Nutzenbewertung nach § 35a des Sozialgesetzbuchs V, die im Zusammenhang mit dem Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz steht.
Bereits im Juni 2016 beschrieb die Abendzeitung sie als HTA-Managerin bei einem international tätigen Gesundheitsunternehmen. Ihr Einstieg in die Gesundheitsbranche lag somit vor ihrer späteren Tätigkeit an der Universität.
Ein jüngerer Bericht der tz über die Damenwiesn 2025 ordnete sie dem Management einer großen Pharmafirma zu. Berufspraxis und wissenschaftliche Arbeit gehören damit beide zu ihrem Werdegang.
Forschung in München und Promotion an der LMU
Von August 2017 bis September 2020 war Julia Frank-Tewaag wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich Health Services Management der Ludwig-Maximilians-Universität München. Das Fachgebiet für Gesundheitsökonomie der Technischen Universität München führt sie außerdem als ehemalige externe Doktorandin bis April 2024.
Bei der Zuordnung der Promotion ist eine Unterscheidung wichtig: Der Hochschulserver dokumentiert ihre Dissertation als Arbeit an der Medizinischen Fakultät der LMU München. Die mündliche Prüfung fand am 23. April 2024 statt.
Die englischsprachige Dissertation trägt den Titel:
Guideline-recommended care for coronary heart disease in Germany: A regional analysis based on routine data of the statutory health insurance.
Sie beschäftigt sich mit der leitliniengerechten Versorgung bei koronarer Herzkrankheit und untersucht regionale Unterschiede anhand von Routinedaten der gesetzlichen Krankenversicherung.
Welche Fragen sie wissenschaftlich untersucht
Ein konkretes Beispiel ist eine 2022 in BMC Cardiovascular Disorders veröffentlichte Untersuchung, bei der Julia Frank-Tewaag als Erstautorin genannt wird. Das Forschungsteam analysierte regionale Unterschiede bei Herzkatheteruntersuchungen anhand von Daten dreier gesetzlicher Krankenversicherungen.
Dabei wurden Behandlungsfälle mit und ohne Herzinfarkt getrennt betrachtet. Bei Fällen ohne Herzinfarkt bestanden größere regionale Unterschiede. Außerdem zeigte sich dort ein Zusammenhang zwischen der Häufigkeit der Untersuchungen und dem Angebot an Krankenhäusern mit Herzkatheterlabor. Bei Herzinfarktfällen bestand dieser Zusammenhang nicht.
Die Aussagekraft hat eine klare Grenze: Die Untersuchung beschreibt statistische Zusammenhänge. Sie beweist weder für einzelne Behandlungen eine fehlende Notwendigkeit noch eine eindeutige Ursache für regionale Unterschiede.
Solche Analysen machen sichtbar, welche Fragen hinter Versorgungsforschung stehen: Wie unterscheiden sich Behandlungsabläufe zwischen Regionen? Welche Rolle spielen vorhandene Einrichtungen? Und wie lassen sich medizinischer Bedarf und tatsächliche Versorgung miteinander vergleichen?
Hochzeit mit Tobias Frank und Familienleben
2016 heiratete Julia Tewaag den Juristen Tobias Frank. Nach der standesamtlichen Trauung folgte am 30. Juli die kirchliche Hochzeit in der Münchner Dreifaltigkeitskirche. Ihr Vater Bernd Tewaag führte sie zum Altar.
Uschi Glas sprach gegenüber der Abendzeitung über ihre Gefühle als Brautmutter:
„Es ist im positiven Sinne wirklich aufregend!“
GALA berichtete auch über die Gestaltung des Brautkleids: Es stammte von der Münchner Designerin Gabriele Blachnik und verband ein Spitzenoberteil mit einer A-Linie.
Später wurde Julia Mutter von Zwillingen. Die tz erwähnte ihre Kinder in ihrem Bericht über die Damenwiesn 2025, die Julia gemeinsam mit ihrer Mutter besuchte.
Häufige Fragen zu Julia Tewaag
Wer ist Julia Tewaag?
Julia Tewaag ist die Tochter von Uschi Glas und Bernd Tewaag. Unter dem Namen Julia Frank-Tewaag ist sie durch ihre Tätigkeit in der Gesundheitsbranche und wissenschaftliche Veröffentlichungen bekannt.
Was hat Julia Tewaag studiert?
Sie studierte Biology and Business Management an der Queen Mary University of London sowie Health Policy, Planning and Financing an der London School of Hygiene and Tropical Medicine und der London School of Economics.
Hat Julia Tewaag promoviert?
Ja. Ihre Dissertation ist an der Medizinischen Fakultät der LMU München dokumentiert. Die mündliche Prüfung fand am 23. April 2024 statt.
Worum geht es in ihrer Doktorarbeit?
Die Arbeit untersucht die leitliniengerechte Versorgung bei koronarer Herzkrankheit in Deutschland. Im Mittelpunkt stehen regionale Analysen anhand von Krankenversicherungsdaten.
Mit wem ist Julia Tewaag verheiratet?
Sie heiratete 2016 Tobias Frank. Die kirchliche Trauung fand in der Münchner Dreifaltigkeitskirche statt.
Fazit
Julia Tewaags Lebenslauf führt vom Studium in London über die Nutzenbewertung medizinischer Leistungen bis zur Forschung über die deutsche Gesundheitsversorgung. Ihre Promotion und ihre Fachveröffentlichungen geben ihrem Porträt einen eigenen Schwerpunkt: die wissenschaftliche Beschäftigung damit, wie medizinische Versorgung im Alltag funktioniert.
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